Bazi Suanming – „Die Lebensberechnung nach den acht Zeichen“

Die klassische chinesische Wissenschaft, „die Lebensberechnung nach den acht Zeichen“, gilt als bedeutendstes diagnostisches System für die Bewertung von Persönlichkeit während des kaiserlichen Chinas.

Als Expertensystem kam es über Jahrhunderte am Kaiserhof zum Einsatz. 1000 Jahre vor Sigmund Freud entstand innerhalb des Bazi Suanming ein komplexes System der menschlichen Persönlichkeit.

Mit Hilfe des Bazi Suanming wurde die Eignung von Personen für bestimmte Aufgaben und ihr Hang zu einem glücklichen und erfolgreichen Handeln bewertet, ebenso ihre Krisen- und Stressanfälligkeit in bestimmten Situationen. Charakterzüge, versteckt hinter den Begriffen Glücksgeister und Unglücksdämonen, konnten ebenso zu einer bestimmten Lebensgestaltung führen wie spezifische Bewusstseinsaspekte, ausgedrückt in den Kategorien „operativ“, „begehrend“ und „ablehnend“.

Das Studium der klassischen Literatur des Bazi Suanming ist auch für Chinesen schwierig und die Originalliteratur ist im westlichen Sprachraum weitestgehend unbekannt.

Von allen bekannten Techniken Chinas weist Bazi Suanming die größte kulturelle Distanz zum westlichen Denken auf. Die Theorien und Begrifflichkeiten muten zunächst fremd an, entwickeln aber mit der Zeit ihre eigene Faszination – wie wenn man eine völlig unbekannte Sprache erlernt.

 

 

Die vier Säulen mit den acht Zeichen sind unveränderlich. Von außen wirken auf diese vier Säulen (und damit auf diesen Menschen) sich ständig wandelnde Zeit-Qualitäten ein. Im sog. „Großen Lebenszyklus“ ergibt sich eine Veränderung alle 10 Jahre, zusätzlich wirken die unterschiedlichen Qualitäten des aktuellen Jahres, Monats, Tages und sogar der Stunde auf die Grunddisposition ein. Die Effekte des Zusammenwirkens dieser Komponenten ergibt die aktuelle Lebenssituation, die einer Interpretation zugrunde liegt.

Es ist das Verdienst von Dr. Manfred Kubny, promovierter Sinologe und Leiter des privaten Forschungsinstituts IATCA in Berlin und Mitarbeiter des „Instituts für die Geschichte, Theorie und Ethik der chinesischen Lebenswissenschaften“ der Charité an der Humboldt Universität Berlin, Bazi Suanming im Westen bekannt gemacht zu haben. Dr. Kubny lebte mehrere Jahre in Taiwan und hatte intensiven Kontakt zu taiwanesischen Meistern des Bazi Suanming.

 

Geschichte des Bazi Suanming

Warum kann man Bazi Suanming als „Coaching der chinesischen Kaiser“ bezeichnen? BaziSuanming gilt als eines der ältesten psychologischen Systeme weltweit. Die Vorläufer des Bazi Suanming sind sehr eng mit der Erfindung des chinesischen Kalenders verbunden. Es ging zunächst darum, Bewegungen der Himmelskörper, vor allen Dingen des Mondes, im Zusammenhang mit den Jahreszeiten zu beobachten und zu dokumentieren. Astronomie war eine Staatsaufgabe mit staatlich autorisierten Institutionen. Astronom zu sein war ein Amt von hoher Bedeutung. Solche Experten beeinflussten das Denken ihrer Zeit und auch die jeweiligen Kaiserhäuser sehr nachhaltig.

Da die chinesischen Herrscher glaubten, dass die Zeichen am Himmel eng mit ihren eigenen Geschicken zusammenhingen, war die Deutung der astronomischen und klimatischen Phänomene für ihre Regentschaft von fundamentaler Bedeutung. Das Überleben eines Herrscherhauses hing davon ab, wie fähig es war, die Kräfte der Natur im Voraus deuten zu können (um z.B. Missernten mit verheerenden Folgen in den riesigen Anbaugebieten Chinas zu verhindern).

Bazi Suanming entstand nach 600 n.Chr., als das chinesische Kalenderwesen einen enormen Entwicklungsschub erlebte. Die Wurzeln reichen jedoch wesentlich weiter zurück. Aus politischen Gründen wurden um 200 v.Chr. viele wertvolle Dokumente verbrannt, so dass aus der frühen Entwicklungszeit nur sehr wenig historisches Material überliefert wurde.

Seit dem 10. Jahrhundert n.Chr. hat sich Bazi Suanming zu dem zentralen psychologischen System Chinas entwickelt, in dem eine übergreifende Persönlichkeitstheorie heranreifte und das bis jetzt in einer stetigen Entwicklung steht.

Heute ist in Taiwan, Hongkong, Japan und Singapur die Konsultation eines Bazi Suanming Experten bei wesentlichen Lebens- und Geschäftsentscheidungen und im Falle einer persönlichen Krise eine Selbstverständlichkeit (Wenn beispielsweise eine Ehe auseinander geht, wird dies häufig damit begründet, dass das Paar vor der Eheschließung nicht den Rat eines Bazi Suanming-Beraters eingeholt hat. Taiwanesische Lebensversicherungs-gesellschaften lassen die Geburtsdaten ihrer Kunden zur Risikokalkulation berechnen.)

In den traditionellen chinesischen Gesellschaften nehmen die Experten des Bazi Suanming eine Rolle ein, die der der westlichen Psychotherapeuten sehr ähnlich ist. Besonders in Taiwan hat sich ein hoch entwickeltes Expertenwissen herausgebildet. In der Volksrepublik China wurde Bazi Suanming ab 1948 als „bourgeoiser Aberglaube“ geächtet. Seit der Öffnung Chinas 1989 ist eine zögerliche Neubelebung zu erkennen.

 

Theoretischer Hintergrund

Eine umfassende Darstellung der theoretischen Hintergründe und Berechnungstechniken ist im Rahmen dieser Darstellung nicht möglich. Deshalb werden im Folgenden nur die (im Westen eher bekannten) Konzepte beschrieben.

Bazi Suanming ist eine sehr detaillierte Berechnungstechnik für das individuelle Qi und dessen Entwicklung während des gesamten Lebens. Bazi Suanming beruht ebenso wie die Klassische Chinesische Medizin auf den Theorien von Yin und Yang und den fünf Wandlungsphasen, berücksichtigt aber sehr stark klimatische und thermische Elemente des Lebensraums zur Zeit der Geburt.

Der Zeitpunkt und der Ort der Geburt werden als „Abdruck“ eines Menschen verstanden - als unverwechselbarer Code eines individuellen Lebensverlaufs. Basierend auf diesem Code können der Charakter, das Verhalten, berufliche Neigungen und partnerschaftliche Tendenzen, sowie die spezifische Organdisposition eines Menschen beschrieben und Aussagen über wahrscheinliche Entwicklungen getroffen werden.

Im Bazi Suanming geht man davon aus, dass die Zeit einem fortwährenden Qualitätswandel unterliegt, der sich auf das Leben des Menschen auswirkt. Dieser Qualitätswandel der Zeit wird ausgedrückt durch die Kombinationen von Himmelsstämmen und Erdzweigen, die sich jährlich, monatlich, täglich und zweistündlich verändern.

Man berechnet im Bazi Suanming für ein bestimmtes Geburtsdatum vier Himmelsstamm- und Erdzweigkombinationen, die jeweils stellvertretend sind für das Geburtsjahr, den Geburtsmonat, den Geburtstag und die Geburtsstunde. Diese vier Paare von Himmelsstämmen und Erdzweigen werden auch die vier Säulen genannt und stellen eine einzigartige Momentaufnahme der Zeitqualität dar, die den Menschen, seine Persönlichkeit und seine Lebensentwicklung repräsentiert.

Dieser Code wird als Grunddisposition bezeichnet, die für die grundlegende Berechnung vieler Aspekte dient. Im Abgleich mit dem Großen Lebenszyklus, der die individuelle „Großwetterlage“ für einen Lebensverlauf darstellt, sowie im Abgleich mit den aktuellen, für alle Menschen gleichen Jahres- und Klimadaten, können sehr konkrete Aussagen gewonnen werden.

 

Qi – „der kosmische Atem des Drachen“

Das Konzept der Lebenskraft Qi ist grundlegend für das chinesische Denken. Kein anderer Begriff ist aber so komplex und wird so oft missverstanden. Qi bezeichnet eine ständige Interaktion des feinstofflichen Bereichs mit der Materie.

In der chinesischen Medizin wird das Qi-Konzept zur Beschreibung des menschlichen Organismus benutzt, vor allem bezüglich der Regulierung des Qi-Flusses im Körper.

Im Feng Shui („Wind“ und „Wasser“) ist Wind der unsichtbare Bestandteil, der eine Wirkung auf das Wasser, das Materielle hat. Das Wasser speichert das Qi.

Ursprünglich wurde Qi als Abbild der Natur angesehen, mit entsprechenden Eigenschaften, z.B. dass sich Qi in Zyklen verändert und wandelt. Es stand als Anfang und Einheit der Welt.

Qi ist zugleich Materie und Energie, es kann vom nichtmateriellen in den materiellen Zustand wechseln und umgekehrt. Qi ist spürbar, jedoch nicht sichtbar.

 

Yin und Yang

Yin und Yang gehören zu den ältesten bekannten Begriffen der chinesischen Kultur. Mit ihrer Hilfe wird die Schöpfung und das Funktionieren der Welt erklärt.

Das Konzept des Yin und Yang ist sehr eng verknüpft mit dem Konzept der fünf Wandlungsphasen. Nach chinesischer Auffassung entsteht die Welt aus einer Einheit, welche sich zweiteilt und die beiden Aspekte Yin und Yang hervorbringt, aus denen die fünf Wandlungsphasen entstehen.

Die Dinge der Welt können nur in ihrer Gegensätzlichkeit beschrieben werden. Yin und Yang werden als sich ergänzende Prinzipien betrachtet, sie fließen und gehen ineinander über, so wie der Tag in die Nacht übergeht und der Sommer in den Winter.

 

Die fünf Wandlungsphasen

Es gibt fünf grundlegende Phänomene in der Natur, die in früherer Zeit klar voneinander unterschieden wurden: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die fünf Wandlungsphasen haben spezifische Eigenschaften, die Ausdruck ihrer individuellen Natur sind.

Sie sind die Grundlage jeglicher Erscheinung in der Welt, von Naturlandschaften, Jahreszeiten, Materialien, Geschmacks-richtungen bis hin zu menschlichen Organen, Gefühlen oder mentalen Eigenschaften. Die einzelnen Wandlungsphasen sind dynamisch und fließen ineinander über, so wie sich das Frühjahr in den Sommer, der Sommer in den Herbst, der Herbst in den Winter und der Winter in den Frühling wandelt.

Zur Wandlungsphase Wasser gehören z.B. die nördliche Richtung, die Kälte, das Wasser, die Nieren und die Blase, die Ohren, die Angst, die Willenskräfte und die Weisheit.

Zur Wandlungsphase Holz gehören z.B. der Osten, der Wind, das Holz, die Leber, der Ärger, die Kreativität und das Organisationstalent.

In diesem ganzheitlichen Herangehen gibt es keine Trennung von Körper, Emotionen, Gedanken und Bewusstsein. Diese werden als verschiedene Erscheinungsformen derselben Energiequalität betrachtet.

In einer Bazi Suanming Analyse interessieren besonders die Innenverhältnisse, die Interaktionen zwischen den fünf Wandlungsphasen. Z.B. können sich die Wandlungsphasen gegenseitig erzeugen, überwinden, kontrollieren, aufheben und verletzen.

 

Himmelsstämme und Erdzweige

Die Symbole der 10 Himmelsstämme und 12 Erdzweige wurden in ihrer Entstehungszeit bei Prognoseerstellungen und Entscheidungen, Datierung von klimatischen Veränderungen und anderen Naturphänomenen verwendet.

Schon 2000 v.Chr. wurden die 10 Himmelsstämme und 12 Erdzweige zur Zählung von Tagen benutzt.

Während die 10 Himmelsstämme für die Beschreibung diverser Himmelsbilder verwendet wurden, waren die 12 Erdzweige für die Beschreibung von Mondphasen oder als Bezeichnung für Himmelsrichtungen in Gebrauch.

Das Ordnungssystem der Himmelsstämme und Erdzweige bildet den Grundbaustein für die altchinesische Vorstellung des gesamten „Raum – Zeit – Kontinuums der Welt“. Einen Höhepunkt erlebte die Berechnung von Zeitzyklen im 11. Jahrhundert n. Chr.

Die 10 Himmelsstämme sind mathematische Größen, die mit den vier Jahreszeiten zirkulieren und zeitlicher Ausdruck der fünf Wandlungsphasen sind. Die 12 Erdzweige repräsentieren die geographischen Positionen auf der Erde und verkörpern die fünf Himmelsrichtungen. Fünf deshalb, weil die Mitte ebenfalls als Richtung betrachtet wird. Auch die Erdzweige sind mathematische Größen, die mit den vier Jahreszeiten korrespondieren und deren zeitlichen Ablauf bezeichnen.

Die Himmelsstämme und Erdzweige werden in einem Kombinationszyklus von 60 Stellen dargestellt, in dem grundsätzliche Ansichten über den Aufbau der Welt enthalten sind.

In der chinesischen Philosophie wurde menschliches Leben, wie jedes Leben allgemein, als das Produkt eines Synergismus zwischen „Himmel“ assoziiert mit Yang und „Erde“ assoziiert mit Yin angesehen. Hierbei wurde Yang allgemein als der geistspendende und die Erde als der formspendende Faktor angesehen. Somit ist die Veränderung der Dinge in der Zeit auch eine Veränderung der Doppelaspekte von Himmel und Erde. In diesem Sinne ist der 60-stellige Zyklus der Kombinationen von Himmelsstämmen und Erdzweigen ein numerisch-abstrakter Ausdruck der Schöpfung.

 

Die Tagesdominante

Die Tagesdominante ist der Himmelsstamm der Tagessäule und repräsentiert die Ich-Persönlichkeit und den Körper eines Menschen.

Sie ist umgeben von den Wandlungsphasen (Himmelsstämme und Erdzweige) der restlichen Grunddisposition. Obwohl es natürlich Personen mit derselben Tagesdominante gibt, unterscheiden sie sich dennoch aufgrund der völlig unterschiedlich gestalteten Umgebung der Grunddisposition.

Die Grunddisposition der acht Zeichen mit der Tagesdominante stellt die Persönlichkeit in einer sehr hohen Abstraktion dar. Für die Grunddisposition können insgesamt 12.960.000 Kombinationen der Himmelsstämme und Erdzweige ermittelt werden. Alle Vorgänge in der Grunddisposition und alle Berechnungsschritte des Bazi Suanming werden zur Tagesdominante, der Ich-Persönlichkeit, in Beziehung gesetzt.

Die Variationsbreite der Berechnungen, die sich aus den Beziehungen der Hauptfaktoren des Bazi Suanming ergeben kann, scheint unbegrenzt. Bezieht man alle Deutungsaspekte mit ein, kommt man auf 5.598.730.000.000 statistisch mögliche Interaktionen der Himmelsstämme und Erdzweige untereinander.

Die Tagesdominante ist der zentrale Pol, an dem sämtliche Erkenntnisse oder Fakten der Grunddisposition und des gesamten Lebenszyklus gemessen werden.

Es wird dabei erforscht, welche Bedingungen, welches Verhalten, welche Berufe, Ehepartner usw. für die Entwicklung der Ich-Persönlichkeit über einen langen Zeitraum am günstigsten sind und unter welchen Bedingungen sich die Persönlichkeit eines Menschen am besten entwickeln kann.

 

Mentale Grundmuster

Die 10 mentalen Grundmuster sind eine Typisierung menschlicher Persönlichkeit und dienen der Beschreibung konkreter Verhaltens- und Charakteraspekte.

Sie sind eine Bezugsetzung aller Wandlungsphasenverhältnisse in der Grunddisposition auf die „Tagesdominante“ als Repräsentant des Selbst oder der Ich-Persönlichkeit. Die 10 mentalen Grundmuster stellen Archetypen der menschlichen Persönlichkeit dar, die sich einerseits aus dem Verhältnis zwischen dem Selbst und der umgebenden Gesellschaft ergeben und andererseits mit dem Selbst entweder identisch oder nahezu identisch sind oder von diesem direkt erzeugt werden.

Diese Persönlichkeitsmuster sind in ihrer Art vergleichbar mit den in der westlichen Psychologie bekannten Einteilungen nach Freud, Kretschmer, Riemann oder Kurtz, der diese Typenlehren in seinen ganzheitlichen Körpertherapieansatz integrierte. Das chinesische Modell der Persönlichkeitstypen ist aber deutlich variantenreicher. Es bezieht sich allerdings auf die Moralethik und Gesellschaftsordnung des Konfuzianismus der chinesischen Kaiserzeit und das darin enthaltene Menschen- und Persönlichkeitsbild.

 

Operatives, Begehrendes und Ablehnendes Bewusstsein

Zur Beschreibung von Persönlichkeit und ihrer Entwicklung werden die o.g. mentalen Grundmuster oder Persönlichkeitstypen herangezogen, die sich innerhalb eines dreigliedrigen Modells bewegen, das aus folgenden Begriffen besteht:

  • Operatives Bewusstsein
  • Begehrendes Bewusstsein
  • Ablehnendes Bewusstsein

Diese drei Metakategorien dienen dazu, die mentalen Grundmuster

einzuordnen und zu bewerten und damit auch die Verhältnisse der fünf Wandlungsphasen unter sich in demselben System (Persönlichkeit).

Die zehn mentalen Grundmuster sind das Baumaterial, aus dem eine Grunddisposition und daher auch eine Persönlichkeit bestehen.

Die Kategorien „operatives, begehrendes und ablehnendes Bewusstsein“ sind Bewusstseinsmodelle, denen die zehn mentalen Grundmuster untergeordnet sind. Entscheidend dabei ist, welche der zehn mentalen Grundmuster die spezifische Qualität der Persönlichkeit darstellen, zu welchen Grundmustern die 3 Anteile des chinesischen Modells des Bewusstseins zugeordnet werden können.

Dabei kann es zu Einseitigkeiten kommen, die den Menschen prägen und ihm ein bestimmtes Verhalten aufdrängen. Die Verhältnisse einer Grunddisposition werden durch das Geburtsdatum festgelegt. Eine darin liegende Einseitigkeit kann als solche nicht mehr geändert werden.

Sie ist die Anlage des individuellen Systems des betreffenden Menschen und seiner Persönlichkeit.

Der Begriff „operativ“ bezeichnet dabei die Wandlungsphase, die bewirken kann, dass das System in den Zustand der Balance zurückkehrt.

Der Begriff „begehrend“ bezeichnet die Wandlungsphase, die das „Operative“ unterstützt oder es vor Beschädigung schützt.

Der Begriff „ablehnend“ bezeichnet die Wandlungsphasen, die die Einseitigkeit weiter verstärken und damit das System zum Kippen bringen, so dass sein interner Qi-Fluß kollabiert und abbricht.

Die Ermittlung des operativen, begehrenden und ablehnenden Bewusstseins entscheidet darüber, ob ein bestimmtes in der Grunddisposition oder auch im großen Lebenszyklus auftauchendes Grundmuster für die Entwicklung der Persönlichkeit günstig oder ungünstig ist.

 

Ziel der Bazi Suanming Beratung

Grundlegend ist die pragmatische Annahme, dass der Mensch sein Schicksal aufgrund seiner ganz persönlichen Wahrnehmung und seines daraus resultierenden Verhaltens bedingt. Im Bazi Suanming geht es immer um selbst gestaltetes Schicksal, basierend auf Selbsterkenntnis und der bestmöglichen Nutzung des eigenen Potentials.

Das Besondere am Bazi Suanming ist, dass durch die Betrachtung komplexer Konstellationen (unter Bezugsetzung von Grunddisposition, großem Lebenszyklus, fließenden Jahren usw.) dem Klienten Hinweise zur Lösung seiner Fragen gegeben werden können, die außerhalb seiner bisherigen Überlegungen liegen und deshalb ganz neue Möglichkeiten eröffnen können.

Die Beratung konzentriert sich darauf, wie durch spezifische Verhaltensweisen, Änderung von Gewohnheiten und Aktivierung bestimmter Lebensbereiche das operative Bewusstsein gezielt eingesetzt werden kann, um eine optimale Entwicklung der Person zu ermöglichen.

Durch eine adäquate Nutzung des begehrenden Bewusstseins und einem angemessenen Umgang mit dem ablehnenden Bewusstsein kann die angestrebte Entwicklung weiter unterstützt werden, bzw. Hindernisse umgangen werden.

Ziel der Beratung ist, der Person Anregungen zu vermitteln, wie sie sich hinsichtlich ihrer individuellen Anlage am günstigsten verhält, so dass sich eine erfolgreiche Entwicklung der Persönlichkeit während des Lebens ergeben kann.

 

Anwendungsbereiche

  • Persönlichkeitsdiagnose: Analyse der Persönlichkeit und deren Veränderlichkeit während des Lebens
  • Bestimmung von Lebensepisoden, in denen eine effektive Lebensplanung besonders günstig ist
  • Bestimmung von Lebensbereichen, in denen eine effektive Lebensgestaltung besonders vielversprechend ist
  • Bestimmung förderlicher und hemmender Einflüsse bezogen auf den gesamten Lebensverlauf
  • Berufswahl und Berufsberatung
  • Personalressourcement: Auswahl geeigneter Mitarbeiter für die Besetzung von Posten mit spezifischen Anforderungen
  • Feinjustierung von Teams
  • Partnerwahl
  • Partnerschaftsberatung; Analyse der Verträglichkeit von Partnern
  • Analyse der gesundheitlichen Bedingungen (Organdispositionen)
  • Krisenmanagement

Wegen der Vielfalt der Informationen ist es sinnvoll, an eine Bazi Suanming Beratung mit einer konkreten Fragestellung heranzugehen.

 

Beispiele:

  • Partnersuche: Zu welchen Zeitpunkten und in welchen Lebensbereichen ist die Wahrscheinlichkeit für eine verbindliche Partnerschaft hoch?
  • Partnerschaft: Ist die Weiterführung oder die Beendigung einer problematischen Beziehung sinnvoll?
  • Geschäftsleben: Worauf muss ich bei der Auswahl eines Geschäftspartners achten?
  • Beruf: Ist eine selbständige oder angestellte Tätigkeit für mich besser? Für welchen Berufszweig bin ich geeignet? Ist ein bestimmter Kollege günstig für mich?
  • Persönlichkeitsentwicklung: In welchen Lebensbereichen kann ich Erfolg und Erfüllung finden? Wo liegen ungenutzte Ressourcen / Potentiale? Welche Begabungen habe ich?
  • Lebensplanung: Wie werden sich bestimmte Aspekte meiner Persönlichkeit in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Welche Risiken warten auf mich?
  • Gesundheit: Wie sind meine gesundheitlichen Grundbedingungen?
  • Krisenmanagement: Wie können persönliche Krisen oder bspw. Ehekonflikte konstruktiv gelöst werden?

 

Die Beratung

Für die Erstellung einer Bazi Suanming Analyse benötigen wir Ihr Geburtsdatum, die exakte Geburtszeit (fragen Sie einfach beim Standesamt Ihres Geburtsortes nach), den Geburtsort, sowie Ihre persönliche Fragestellung. Die exakte Geburtszeit ist sehr wichtig.

Wir berechnen alle Daten von Hand (Bazi Suanming ist ein sehr komplexes Berechnungssystem, für das es bisher kein geeignetes Computerprogramm gibt.) Das bedeutet, dass die Erstellung der Expertise je nach Datenlage viel Zeit beansprucht.

Bezogen auf Ihre Fragestellung bekommen Sie konkrete Empfehlungen für spezifische Lebensbereiche.

Neben dem „Wer bin ich?“ erfahren Sie auch etwas über das „Was kann ich tun?“

Wir empfehlen Ihnen, sich während des Auswertungsgesprächs Notizen zu machen. Sie erhalten von uns einen Ausdruck der Berechnungen. Die Interpretation dieser Berechnungen erfolgt ausschließlich mündlich, bezogen auf ihre Fragestellung.

In einem persönlichen Gespräch (ca. 1-1,5 Std.) wird die Auswertung von uns beiden ausführlich mit Ihnen besprochen. Ihre Investition für die Erstellung der Expertise und das Beratungsgespräch beträgt 350,- €

 

 
 
 
 
wang ning